Donnerstag, 28. Juli 2016

Life Update, Studium geschmissen?


Es ist wieder mal so weit, und definitiv Zeit für ein neues Life Update von mir! 
Um ehrlich zu sein freue ich mich schon seit Tagen es endlich öffentlich zu machen, bzw. offiziell zu machen, weil ich es bis jetzt auch in meinem Umfeld recht geheim gehalten hab, weil ich es erst verkünden wollte wenn es zu 564165814% fix ist:  ICH HABE MEIN STUDIUM GESCHMISSEN!

Wie in den letzten 1 1/2 Jahren unschwer zu erkennen war hatte ich weder Freude noch großartig Motivation für mein Jura-Studium. Woran es lag? Schwer zu sagen, aber das ist einfach nicht meine Welt. Meine Interessen gehen einfach in eine so andere Richtung, und ich sehe keinen Sinn darin so lange etwas zu machen, was mich nicht besonders interessiert und was ich auch nicht will. In meinem letzten Life Update (HIER) habe ich euch ja schon gesagt dass ich mir im Sommer wirklich mal ernsthaft Gedanken über mein Leben und meine Ausbildung machen möchte, und das habe ich getan. Ich habe einen sehr großen Schritt gewagt, und beginne nun noch mal ganz von neu.
"Wenn nicht jetzt, wann dann?" - das sage ich mir seit Wochen täglich, und endlich habe ich den Mut aufgebracht einfach mal nicht mehr nur zu träumen, sondern auch zu machen. 
Letztes Semester lief bei mir eigentlich überraschend gut, dafür dass ich mich so wenig um die Uni gekümmert habt. Ich habe ohne großen Aufwand recht gute Noten geschrieben, und war im Vergleich zu meiner bisherigen Rechtswissenschafts-Laufbahn auch mal gar nicht so schlecht. Das alles ändert aber nichts daran, dass ich mich nicht in dieser Sparte wiedererkenne, dass ich einfach absolut keine Freude an dem ganzen Bereich hab und wirklich immer nur an anderes denke, was ich denn machen könnte. Eine sehr schwierige Erkenntnis für mich war es, dass ich nicht versage, nur weil ich etwas beende um etwas neues zu beginnen. Merkt euch das, manchmal trifft man einfach nicht die richtige Entscheidung, und braucht vielleicht 2-3 Anläufe um das Richtige zu finden, das ist keine Schande, sondern menschlich. Es wäre falsch an etwas fest zu halten, was man eventuell schaffen würde, aber was man einfach nicht möchte, denn Glück und Zufriedenheit sind tausend mal mehr wert als alles andere.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schwer mir diese Entscheidung gefallen ist, weil damit einfach sehr viel Stress bzw. einfach ganz andere Lebensumstände verbunden sind, vor denen ich anfangs etwas Angst hatte. Vor mir liegt jetzt also ein Jahr, in dem ich erstens sehr viel zu tun hab, zweitens nicht besonders viel Geld haben werde und drittens überglücklich sein werde, dass ich endlich was machen kann, was ich wirklich möchte, und wo mich einfach der Gedanke daran schon zum Lächeln bringt.
Wisst ihr, mein Motto dafür war, dass mein Leben einfach zu kurz ist um Dinge zu machen, die ich einfach nicht machen möchte, und ich finde es ist nie zu spät wieder mal neu anzufangen, solange man einen echten Plan hat und den auch ernsthaft durchziehen will. Ich habe mich immer von den finanziellen Umständen abschrecken lassen, aber ehrlich? Da scheiß ich jetzt drauf, denn Geld ist nicht alles. Aber was möchte ich denn jetzt weiter machen? Mein Ziel ist es, ab Oktober 2017 Physiotherapie zu studieren. Als ich nach der Matura (Abitur) eine Entscheidung treffen musste was ich weiterhin machen möchte, fiel diese sehr knapp auf Jura, direkt danach kam Physiotherapie, also ist der Plan auch schon uralt. Der einzige Grund wieso ich mich damals direkt gegen dieses Gesundheitsstudium entschlossen hatte war, dass es dafür eine ziemlich schwierige Aufnahmeprüfung gibt und es nur sehr, sehr wenige schaffen da rein zu kommen, im Gegensatz zu Jura, denn das kann einfach jeder machen ohne was dafür zu tun.
Ja, Physiotherapie ist ein sehr begehrtes Studium, und es wäre auch nahezu ein Wunder wenn man da tatsächlich beim ersten Versuch rein kommt, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt, und genau deshalb habe ich nun ein Jahr Zeit, um alles erdenklich mögliche dafür zu tun, da rein zu kommen und meinen Traum zu verwirklichen. Klingt ja als hätte ich jetzt ein Jahr wenig Stress und könnte mein Leben mal chillen, aber nein, um ehrlich zu sein ist das komplette Gegenteil der Fall. Dieses Jahr ist schon komplett durchgeplant, kostet unheimlich viel Geld und wird mich sehr viel bilden und lehren. Ab September beginnt ein neuer Abschnitt für mich, auf den ich mich schon so sehr freue, dass ich kaum noch darauf warten kann. Im September beginnt meine erste Weiterbildung, nämlich Anatomie und Physiologie. Das ist der Grundbaustein für alles, was ich im Fitness- und Sportbereich machen könnte, falls ich das mal möchte (Trainer, diverse Ausbildungen für verschiedenes Training usw.). Ich mache das nicht, weil ich in diesen Bereich gehen möchte, aber erstens ist das dann auch ein Teil des Studiums, zweitens finde ich das unglaublich interessant, und freue mich endlich noch mehr vom menschlichen Körper zu wissen und drittens, ich weiß ja auch nicht ob ich nicht letztendlich doch als Trainerin enden werde, und dann hab ich schon mal die Grundvoraussetzung für diese Ausbildung. Abgeschlossen wird diese Weiterbildung mit einer Diplomprüfung, das heißt egal wo ich weitermachen möchte, diese Ausbildung hab ich, und sie gilt überall.
Weiter geht es im Oktober, denn dort beginnt meine erste richtig riesige Ausbildung: Massage Basis. Habe ich diese Diplomprüfung bestanden, kann ich als Masseurin arbeiten, zwar nur im Angestelltenbereich, aber mehr ist momentan sowieso nicht drin. Direkt nach der bestandenen Prüfung mache ich Sportmassage 1&2 dazu, denn in diesen Bereich wird es mich in den nächsten Monaten ziehen, und ich versuche schon mal viel Erfahrung und Praxis darin zu sammeln. Alleine diese Ausbildungen kosten mich knapp 2500€, wenn ich bedenke dass ich nebenbei noch mein Leben finanzieren muss, tja, das verschreckt mich schon irgendwie. Zu meinem Glück habe ich einen tollen Mann an meiner Seite, der voll hinter mir steht, mich voll unterstützt und auch sehr aus diesen Ausbildungen profitiert, da er selbst Sportler ist, und jetzt schon sehr viel Zeit mit Masseuren verbringt. Er unterstützt mich dabei, auch finanziell, und das rechne ich ihm hoch an, denn das macht für mich schon alles leichter.
Zudem möchte ich noch mehrere kleine Ausbildungen im Massagebereich machen, wie Bindegewebsmassage, Faszienarbeit, Kinesiology Taping 1&2 usw. Mal sehen was zeitlich und finanziell alles möglich sein wird.
Ab Dezember kann ich mich dann für das Studium bewerben, darauf folgen Aufnahmetests, Gespräche und ich weiß gar nicht genau, was noch alles zu tun ist. Fix ist, dass ich bis dahin bei Physiotherapeuten schnuppern werde, am besten in mehreren Bereichen damit ich auch wirklich weiß, in welchen ich mal gehen will (wobei ich da ja schon so Ziele hab, denke ich). Zumindest 2 Schnuppereinheiten habe ich schon ziemlich fix, aber ich werde mich darum bemühen dass es noch mehr werden, und alles dafür tun dass ich in so viele Bereiche, wie nur möglich sind, Einblicke bekommen kann.
Ein Plan B ist natürlich auch vorhanden, denn sollte ich es bei der nächsten Aufnahme nicht schaffen, werde ich es ein Jahr drauf noch mal probieren, und bis dahin einfach weiter Ausbildungen machen und Praxis sammeln.
So sieht es aus!

Meine Jobs behalte ich mir erstmal, war ja ursprünglich anders geplant, aber nach reichlicher Überlegung habe ich einfach gemerkt, dass es so am sinnvollsten ist, weil ich bei beiden recht frei entscheiden kann wann ich arbeite, und das muss ich im nächsten Jahr können, sonst läuft da nix.

Lange Rede kurzer Sinn: ich mache nun endlich das, was mich glücklich macht.