Mittwoch, 24. Februar 2016

6 Kg zugenommen, kleine persönliche Krise & niemals aufgeben

Halli Hallöchen, ich melde mich auch mal wieder auf meinem Blog zurück. Kaum zu glauben aber mein letzter Post ist doch tatsächlich schon fast 4 Monate her.
Find ich aber auch nicht so schlimm, denn auf Instagram bin ich nach wie vor sehr aktiv, und ich bin auch ein größerer Fan von Instagram als von Blogs :)

Ich habe euch heute schon vorgewarnt dass ein Blogpost kommen wird, über ein Thema das ich lange nicht wirklich an mich ran kommen lassen wollte. Ich hab´s nicht verdrängt oder verleugnet, wollte aber einfach nie wirklich darüber sprechen und die Zeit schnell vorüber gehen lassen.

Na, worum gehts denn jetzt? Mal untypisch, es ist kein Rezept, ich gebe euch keine Tipps, nein nein, ich zeig euch heute mal was bei mir in den letzten Monaten so abging. Es geht hier mal nur um meine Gesundheit und mein Wohlbefinden, meine Gesundheit, die in den letzten Monaten einfach mal nur im Arsch war, und mein Wohlbefinden, dass ich nicht hatte.
Ich zeige euch wie schnell ein Körper absolut aussetzen kann, wie man innerhalb von 3 Wochen 6Kg zunehmen kann, dass manches einfach unerklärlich ist aber Aufgeben nicht in Frage kommt.

Klingt gerade ziemlich verwirrt, und ich weiß auch nicht so recht wie ich diesen Post schreiben soll, aber ich beginne jetzt einfach mal ganz am Anfang:


Juli 2015, endlich traten mein Freund und ich unseren langersehnten Urlaub nach Berlin an, endlich war der Tag gekommen und die Reise ging los. Zu diesem Zeitpunkt war ich super in Form und echt zufrieden mit mir. Ich wog etwa 63-64 Kg, was für mich absolutes Normalgewicht ist. (ich zeig euch auch mal Fotos von dieser Zeit, auf diesen Fotos wiege ich zwischen 63 und 65 Kg, damit ihr euch das besser vorstellen könnt)


Genau so fühle ich mich wohl, ich bin nicht zu viel und nicht zu wenig, und möchte auch nicht mehr oder weniger sein. Dieses Gewicht (ich verwende heute absichtlich öfter diesen Begriff und beziehe mich auch wirklich auf mein Gewicht, weil ich mir sicher bin dass viele von euch mehr mit diesen Angaben anfangen können und diese Angaben auch hören wollen) ist für mich auch wirklich passend denke ich, ich halte es leicht und finde dass es mir steht. Aber egal, weiter geht´s.

Angekommen in Berlin ging der Urlaub auch schon los. Wisst ihr, mein Freund und ich essen wirklich sehr gesund, nicht nur weil unser Körper damit besser aussieht, nein, wir kochen einfach gerne und haben beide gar kein großes Interesse an ungesundem Essen, es ist wirklich eine Lebenseinstellung die bei uns zu 100% gerne gelebt wird.
Im Urlaub gönnt man sich dann aber doch mehr, ist halt so, und ganz besonders schrecklich ist für mich immer, dass man einfach nur unterwegs ist, und kein Mealprep machen möchte, und dann einfach irgendwas essen muss, weil man einfach mal Hunger hat, wisst ihr was ich meine? Man isst hier mal was, da mal was und eigentlich hätte man lieber seine Schüssel voller Haferflocken, aber das gibts nicht zu kaufen wenn man unterwegs ist. Am Ende des Urlaubs war uns dann beiden irgendwie nicht so gut, wir waren einfach froh wieder kochen zu können und normal essen zu können, auch wenn ich sehr traurig war dass ich Berlin wieder verlassen musste.

Zuhause angekommen hab ich einen Tag mal nur Reis ohne alles gegessen, nicht mal Salz, und hab noch ein paar Tage aufgepasst, schwupsdiewups gings mir wieder gut und ich sah wieder aus wie vor dem Urlaub.

Etwa zwei Wochen nach dem Urlaub, Anfang August, hatte ich dann immer Bauchschmerzen, vielleicht könnt ihr euch auch daran erinnern, denn ich hab nicht nur einmal auf Instagram nach Tipps dagegen gefragt. Ich hab kaum gegessen weil ich einfach ein sehr schlechtes Gefühl im Magen/Darm hatte, und mein Bauch wuchs und wuchs und wuchs, ebenso das ungute Gefühl in mir.
Ich habe eigentlich morgens, egal wie viel ich am Vortag gegessen habe, immer einen recht flachen Bauch, mein Stoffwechsel funktioniert einfach vor allem seitdem ich soviel Sport mache und so "gesund" lebe super gut und ich hab einfach immer genau gewusst wie mein Körper funktioniert und wann er welche Reaktionen zeigt. Zu dieser Zeit war das dann nicht mehr so, ich bin morgens, obwohl ich am Tag davor kaum gegessen hab, mit einem Bauch aufgewacht, der wirklich aussah wie im fünften oder sechsten Monat in einer Schwangerschaft. Zudem hatte ich morgens üble Bauchschmerzen und mir war so schlecht dass ich nicht mal mein morgendliches Wasser wirklich runter gekriegt hab. SUPER
So fing alles an, mir ging es nicht nur wirklich schlecht, also körperlich (ich will jetzt gar nicht genauer darauf eingehen), natürlich hab ich mich auch nicht wohl gefühlt, ist doch klar wenn sich von einen auf den anderen Tag der Körper total verändert und einfach streikt.
Der Höhepunkt war, als ich dann zum Plasmaspenden kam, denn dort werd ich immer gewogen, ich wiege mich Zuhause nämlich echt nie, hab da gar kein Interesse daran, sondern vertraue auch mein Gefühl und Spiegelbild. 3 Wochen zuvor wog ich dort (mit Kleidung und voll angegessen und auch angetrunken) 65 Kg, absolut normal für mich. Als ich nach 3 Wochen wieder kam, waren es plötzlich fast 70Kg, und ich sage euch mich hat fast der Schlag getroffen, denn ich war noch nie in meinem ganzen Leben über 66Kg davor, wirklich noch nie! Toll, meine Ernährung war immer gleich, mein Sport war immer gleich, ich hatte absolut nichts verändert aber mein Körper meinte wohl dass er nicht mehr funktionieren wollte.

Auch wenn ich immer predige dass ihr nicht auf die Zahl auf der Waage schauen sollt, war ich zu diesem Zeitpunkt einfach vollkommen fertig und wusste gar nicht wie ich damit umgehen sollte. Ich war traurig und wütend, wollte weinen und schreien. Stellt euch das mal vor, es passt alles, ihr seid super zufrieden mit euch und eurem Körper, fühlt euch echt wohl und seid stolz auf euch. Und dann, ohne irgendwas verändert zu haben, kackt euer Körper mal total ab und ihr nehmt einfach zu, ohne etwas zu tun, glaubt mir, das macht einen wirklich sehr traurig. Für mich war das Gefühl so auszusehen 100 mal schlimmer als die Schmerzen die ich hatte, mein Aussehen stand für mich vor meiner Gesundheit, falsch aber wahr.

Zuhause angekommen zog ich mich dann mal aus und stand vor dem Spiegel, und tatsächlich hatte ich wirklich offensichtlich zugenommen. Mir war das in diesen 3 Wochen nicht aufgefallen, weil ich einfach auch nie Grund dazu hatte mich so genau zu betrachten oder eben nach einer Zunahme zu suchen, und dann stand ich da mit Tränen in den Augen und verstand die Welt nicht mehr.
Es klingt grad echt mega dramatisch und übertrieben, ich versuche euch nur echt mitzuteilen wie es mir zu diesem Zeitpunkt ging, ich war echt absolut am Boden zerstört und konnte nicht verstehen wieso mein Körper mir das antat.



Zwischen diesen Bildern liegen etwa 3 Wochen, ich hab absolut nichts verändert, mein Körper war einfach fertig und zeigte mir dass er nicht mehr konnte. Es waren 6Kg in nicht mal 21 Tagen, mir ging es wirklich schlecht, ich hatte oft das Gefühl dass ich mich übergeben muss, meine Verdauung hat einfach ausgeschaltet, wenn ich sage sie hat nicht mehr funktioniert wäre das noch untertrieben.
Zudem kam noch absoluter Schlafmangel weil ich zu diesem Zeitpunkt 7 Tage die Woche arbeitete, ich war traurig, wütend, verzweifelt, und müde.

Nachdem es tagelang nicht besser wurde bin ich dann zum Arzt gelaufen. Ich hatte das damals auch auf Instagram erwähnt, und wurde auch noch schön fertig gemacht dafür was ich denn für ein Jammerlappen sei und wieso ich wegen diesen Kleinigkeiten zum Arzt laufen würde.
Ihr kennt mich mittlerweile, eigentlich gehen diese Kommentare einfach mal an mir vorbei und ich lache über diese Menschen die nichts besseres zu tun haben, aber damals konnte ich das nicht, ich hab mich wirklich fertig machen lassen und sag auch keinen Ausweg dass es wieder mal besser werden könnte.

Egal, zurück zum Thema: Arzt. Meine damalige Hausärztin, bei der ich bin seitdem ich eigentlich auf der Welt bin, sah mich und war wirklich erschrocken. Sie sah sofort dass da was nicht in Ordnung war und wollte mir unbedingt helfen. Ich wurde dann auch weiter geschickt zum Internisten, auch der bemerkte nach einem Gespräch dass ich wirklich sehr viel Ahnung von Ernährung, Sport und einem gesunden Lebensstil habe, dass er mir helfen wollte. (das war nämlich ein wirklich seltsamer Vogel, der direkt im ersten Satz sagte: ja wenn man zuviel isst dann wird man halt dick und fühlt sich schlecht)
Weiteres möchte ich dazu nicht sagen, ich kann euch nur soviel sagen dass auch die Ärzte echt ein bisschen ratlos waren. Es wurden viele mögliche Gründe aufgestellt was es sein konnte, woher das alles kam, was es letztendlich wirklich war, ich weiß es nicht.

Die Stoffwechselkur war eine der Dinge, der jeder die Schuld gab. Auch dazu möchte ich nicht mehr sagen, ich sage nur soviel dass ich absolut kein Befürworter mehr davon bin, und jedem ehrlich sage: LASST DOCH DIE FINGER VON DER SCHEISSE

Ebenso ganz oben steht die Pille, und das ergibt nicht nur für mich sehr viel Sinn,. Ich habe die Pille für 7 Jahre genommen, nicht nur wegen ihrem primären Zweck, bei mir ging es auch um anderes, und zwar die unerträglichen Schmerzen die ich jahrelang einmal im Monat hatte. (auch dazu nicht mehr, denn sonst wird´s ekelhaft haha)
Ich habe die Pille aus Verzweiflung nach 7 Jahren abgesetzt. Ich möchte hier auch keine Kommentare darüber haben, wie schlecht denn die Pille ist, denn das weiß ich. Aber ich war jahrelang so egoistisch sie den unerträglichen Schmerzen und der Umwelt vorzuziehen. Mittlerweile will ich es weder meinen Körper antun, dass er einfach nur vollgepumpt wird mit Hormonen, noch will ich die Umwelt so schädigen nur weil ich zu faul bin um anders aufzupassen. Ich habe die Pille abgesetzt und merke auch jetzt nach sehr kurzer Zeit schon sehr positive Veränderungen an meinem Körper und in meiner Psyche (ja, Stimmungsschwankungen zB können wirklich auch durch zugeführte Hormone ausgelöst werden).

Auf alle Fälle geht es mir jetzt wieder gut, ungefähr Anfang dieses Jahres wendete sich dann doch alles wieder zum besseren. Ich fühle mich stark und gesund und auch wohl (was für mich die Hauptsache ist). Auch mein Gewicht hab ich wieder, und sehe auch im Spiegel kaum noch Unterschiede zu vor dem ganzen Mist.

Wie ich das geschafft habe? Mit unendlich viel Disziplin würde ich sagen. Ich bin kein Mensch der sich viel verbietet, ich weiß aber genau wie und was ich Essen kann um Dinge zu erreichen. So hab ich mir sehr viel Sport und einer total ausgewogenen und gesunden guten Ernährung diese 6 Kg innerhalb von eigentlich echt kurzer Zeit wieder runter bekommen, und kann mich wieder glücklich zeigen :)

Wieso ich euch erst jetzt wirklich ernsthaft und ausführlich darüber berichte? Ich sags ehrlich, ich hatte zu dieser Zeit einfach keine Kraft das zu tun, und auch keine Lust. Jetzt hab ich super viel darüber nachgedacht und wieder mega viel geleistet, jetzt kann ich offen und ehrlich darüber reden. Und außerdem ist das hier nicht das echte Leben, und man kann sich auch mal eine Auszeit nehmen ;)

Bussis,
Laura :)


Falls Fehler drinnen sind, schaut einfach drüber. Ich denke immer an zuviele Dinge gleichzeitig und schreibe somit oft sehr verwirrt, und weil ich jetzt seit Stunden am Laptop sitze mag ich es nicht noch mal drüber lesen, so faul bin ich.